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Ecovox Premium SMS Rechnung anfechten

Haben Sie auf Ihrer Handyrechnung von Swisscom, Sunrise, Salt oder Coop Mobile plötzliche Abbuchungen für einen sogenannten „Multimedia-Mehrwertdienst“ von Echovox entdeckt? Sie sind mit diesem Ärgernis keinesfalls allein.

Seit kurzem häufen sich die Beschwerden von Konsumenten, die in eine teure Kostenfalle getappt sind, ohne jemals bewusst ein Abonnement abgeschlossen zu haben. Hier erklären wir detailliert, wie diese Betrugsmasche funktioniert, auf welche Kurznummern Sie achten müssen und wie wir Sie im Kampf um Ihr Geld unterstützen.

Wie funktioniert die Betrugsmasche von Echovox?

Oftmals nimmt die Falle mit einer scheinbar harmlosen Textnachricht ihren Anfang. Die Cybercrimepolice warnt explizit vor betrügerischen SMS mit Formulierungen wie: „Du hast 1 neue Fotonachricht“. Wer gutgläubig auf den beigefügten Link klickt, aktiviert im Hintergrund sofort ein teures Premium-SMS-Abo.

Auch der Kassensturz und Cybercrime Police thematisierte bereits die unklaren Kosten durch Echovox. Häufig erfolgt der angebliche Vertragsabschluss über sogenanntes WAP-Billing. Ein unbedachter Klick auf ein Pop-up oder Werbebanner beim Surfen auf dem Smartphone reicht aus, damit Ihre Handynummer an den Betreiber übermittelt wird. Ohne klare Preisangaben oder eine transparente Bestätigung per Double-Opt-In-Verfahren werden Ihnen plötzlich wöchentlich oder monatlich überrissene Beträge direkt über Ihren Netzbetreiber belastet.

Verdächtige Kurznummern: Parallelen zu mPAY und Paycon

Diese perfide Vorgehensweise ist ein systematisches Problem. Die Masche von Echovox (Echovox SA) weist erschreckende Parallelen zu anderen umstrittenen Drittanbietern auf, wie wir sie in unseren Berichten zu mPAY-Premium-SMS und Paycon-Rechnungen dokumentiert haben. Auf den Abrechnungen tauchen dabei meist spezifische, drei- bis vierstellige Kurznummern in der Rubrik „Mehrwertdienste“ auf:

  • Echovox: Auf den Rechnungen der Geschädigten finden sich sehr häufig die Nummern 828, 911 oder 968 (oft verknüpft mit der Fotonachrichten-Falle). Auch die Nummern 601, 667, 909, 925, 949, 995 und 6969 werden regelmässig gemeldet.
  • Paycon: Wenn die Paycon AG hinter den Abbuchungen steckt, tauchen meist die Kurznummern 933, 877, 345, 595 oder 8888 auf.
  • mPAY: Die mPAY AG agiert oft als Zahlungsabwickler für Dritte. Hier wechseln die Kurznummern häufig, weshalb auf der Rechnung meist schlicht der Name „mPAY AG“ vermerkt ist.

Das Grundprinzip ist stets identisch: Es mangelt an Transparenz, gesetzliche Preisbekanntgaben werden umgangen und die Provider agieren lediglich als Inkassostelle, die bei Reklamationen auf den Drittanbieter verweist.

Erste Hilfe: Was Sie als Geschädigte/r sofort tun sollten

Wenn Sie Opfer dieser Abzocke geworden sind, ist rasches Handeln gefragt:

  1. Abo per SMS kündigen: Um weitere Kosten sofort zu stoppen, senden Sie eine SMS mit dem exakten Wortlaut STOP ALL an genau die Kurznummer (z. B. 828 oder 933), die auf Ihrer Rechnung steht.
  2. Mehrwertdienste beim Provider sperren: Kontaktieren Sie den Kundendienst Ihres Mobilfunkanbieters oder nutzen Sie das Online-Kundenportal, um Premium-SMS und 0900er-Nummern für Ihre Rufnummer komplett sperren zu lassen.
  3. Rechnung schriftlich anfechten: Bezahlen Sie den strittigen Drittanbieter-Betrag nicht blind. Fechten Sie diese Position bei Ihrem Provider schriftlich an und überweisen Sie vorerst nur die regulären Abogebühren.
  4. Beweise sichern: Machen Sie Screenshots von verdächtigen SMS. Verlangen Sie anschliessend vom Drittanbieter einen rechtsgültigen Beweis für den Vertragsabschluss (inkl. IP-Adresse und Zeitstempel).

So hilft Ihnen die Reklamationszentrale.ch

Der direkte Kampf gegen undurchsichtige Firmennetzwerke ist oft zeitraubend. Die Reklamationszentrale.ch steht Ihnen als starker Partner zur Seite. Wir prüfen Ihren individuellen Fall, beurteilen die rechtliche Situation und helfen Ihnen mit professionellen Vorlagen, unberechtigte Forderungen abzuwehren. Bei Bedarf übernehmen wir die direkte Kommunikation mit dem Telekom-Provider und dem Drittanbieter, um eine Stornierung durchzusetzen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern – wehren Sie sich erfolgreich gegen ungerechtfertigte Gebühren!

Oder ganz einfach: Unsere Juristen übernehmen das für Sie.

Jetzt für CHF 89.– in Auftrag geben

Hier haben Sie die Möglichkeit, uns mit dem Verfassen eines fundierten, juristischen Schreibens an die MPay AG oder an weitere Anbieter von Premium SMS wie Echovox oder Paycon zu beauftragen. Unsere Rechtsexperten verfassen ein fundiertes, professionelles und rechtssicheres Schreiben für Sie und senden Ihnen Empfehlungen zum weiteren Vorgehen.

lic. iur. Christian Jenny

"Die verrechneten «Premium SMS» entbehren jeglicher Rechtsgrundlage und somit ist auch nichts geschuldet. Wir helfen unseren Kunden aktiv bei der Anfechtung der  Rechnung mit unserem juristischen Schreiben."

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