Achtung vor Searfe statt Serafe: Gefälschte Serafe Rechnungen im Umlauf

In einer aktuellen Meldung warnt die Polizei[1] vor einer neuen Art von Betrug: Zahlreiche Personen in der ganzen Schweiz erhielten in den letzten Tagen eine gefälschte Rechnung von Serafe, der Schweizerischen Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehabgaben. Absender der fake Rechnung ist Searfe.

Die gefälschten Rechnungen imitieren das Design der echten Serafe-Dokumente bis ins Detail, einschliesslich des Logos und des Layouts. Der entscheidende Unterschied liegt im Namen: "Searfe" statt "Serafe". Die Betrüger fordern einen Betrag von CHF 335.00 für die Abgabeperiode von 12 Monaten für das Jahr 2024, welcher innerhalb von 15 Tagen auf ein Schweizer Bankkonto überwiesen werden soll. Diese Vorgehensweise zielt darauf ab, Empfänger durch den offiziellen Charakter des Schreibens und den zeitlichen Druck zur Zahlung zu bewegen.

Zahlung landet bei Betrügern, nicht bei der Erhebungsstelle

Urheber des Schreibens sind Betrüger, welche über den QR-Code ihr eigenes Bankkonto verlinkt haben. Bei einer allfälligen Zahlung wird nicht die Fernsehabgabe entrichtet, sondern den Zahlenden entsteht ein finanzieller Schaden. Aus diesem Grund schreibt Blick zu diesem Betrug: Achtung! Achten Sie bei den Rechnungen genau auf den Absender. In der Alltagshektik übersieht man so etwas schnell – darauf zielen die Betrüger auch ab.[2]

Was muss ich tun, wenn ich eine solche Rechnung erhalten habe?

  • Überprüfen Sie (generell) erhaltene Schreiben und Rechnungen gründlich, ob sie wirklich vom entsprechenden Absender stammen.

  • Prüfen Sie bei Einzahlungen über den QR-Code die Empfängerdaten

  • Wenden Sie sich bei Unsicherheiten per E-Mail oder Telefon direkt bei Serafe

  • Melden Sie den Betrugsversuch der örtlichen Polizeistelle.

Und was, wenn ich die Rechnung bereits bezahlt habe?

  • Treten Sie mit Ihrer Hausbank oder Ihrem Kreditkartenbetreiber in Verbindung und leiten Sie eine Rückforderung der Zahlung ein.

  • Begeben Sie sich nach telefonischer Terminvereinbarung zu Ihrer örtlichen Polizeistelle der Kantonspolizei und erstatten Sie eine Anzeige.


[1] Meldung vom 31. Januar 2024 auf Cybercrimepolice.ch: Falsche Serafe-Rechnungen flattern ins Haus

[2] Bericht von Blick vom 31. Januar 2024: Diese Rechnung solltest du auf keinen Fall bezahlen


Sie haben auch eine falsche Serafe-Rechnung von Searfe erhalten? Melden Sie es uns

Hier haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre negativen Erfahrungen mit dieser Art von Betrug zu melden. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag, dass wir aktuell und möglichst zeitnah auf unserer Seite von solchen Betrügereien warnen können.

lic. iur. Christian Jenny

«Sie haben auch so eine gefälschte Rechnung erhalten? Begeben Sie sich nach telefonischer Terminvereinbarung zu Ihrer örtlichen Polizeistelle der Kantonspolizei und erstatten Sie eine Anzeige.»



Hinterlasse einen Kommentar

Verfügbare Formatierungen

Benutze Markdown-Befehle oder ihre HTML-Äquivalente, um deinen Kommentar zu formatieren:

Textauszeichnungen
*kursiv*, **fett**, ~~durchgestrichen~~, `Code` und <mark>markierter Text</mark>.
Listen
- Listenpunkt 1
- Listenpunkt 1
1. Nummerierte Liste 1
2. Nummerierte Liste 2
Zitate
> Zitierter Text
Code-Blöcke
```
// Ein einfacher Code-Block
```
```php
// Etwas PHP-Code
phpinfo();
```
Verlinkungen
[Link-Text](https://example.com)
Vollständige URLs werden automatisch in Links umgewandelt.
© Reklamationszentrale Schweiz

Durch die Nutzung dieser Webseite gestalten Sie das Reklamationsbarometer mit. Wir respektieren den Datenschutz